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Ich schänke Dir mis Härz!

Claudia Keller

Heute ist nationaler Tag der Organspende und ich habe mich im Vorfeld gegenüber Leo Burnett und dem BAG bereit erklärt, meinen "Followern" meine Entscheidung für Organspende kund zu tun. Somit wird das wahrscheinlich einer meiner persönlichsten Blogbeiträge überhaupt. Ich habe zum Thema eine kleine und wahre Geschichte. Am Ende gibt es noch ein Rezept (natürlich, ist ja ein Foodblog) und eine Verlosung (meine Erste, yay!)

Mein Sohn (5) ist grosser Fan von Psy und seinem Song Gangnam Style. Es ging soweit, dass wir im Auto von Zürich nach Basel das Lied gefühlte eine Million mal anhören mussten. Ich auf der Hinterbank fungierte gleichzeitig als iPhone-Halter, damit der Sprössling das Lied nicht nur hören, sondern über YouTube auch schauen konnte. Als er zuhause auch wieder einmal eine Gangnam Style Party einläuten wollte, habe ich ihn gebeten, doch mal etwas anderes auszusuchen. Schätzelein wie er ist, hat er mich nach meiner Lieblingsmusik gefragt. Diese einfache Frage hat zu einem witzigen aber auch berührenden Gespräch über Leben und Tod geführt. Wie kams? Mir kam als Lied spontan mein Lieblingslaufsong in den Sinn: Don't stop me now von Queen. Queen haben einen eigenen YouTube-Channel und zu meiner grossen Freude hat der Sohnemann meine Begeisterung für das Lied geteilt. Besonders fasziniert war er aber von Freddie Mercury. "Wie heisst der Sänger?", wollte er wissen. "Freedi Merküri", wiederholte er meine Antwort. "Der singt schön!". "Ja, finde ich auch!", bestätigte ich seinen guten Geschmack. "Lebt er noch?". Keine Ahnung woher die Frage kam, aber ich verneinte. "War er alt?". Mmmhm. Nein, war er glaube ich nicht. Ein paar Jahre älter als ich. Ich verneinte. "Warum ist er gestorben?". Soll ich die Wahrheit sagen? "Er hatte eine Krankheit, HIV, AIDS. Das ist eine Immunschwächekrankheit und sein Körper konnte nicht mehr gegen Viren kämpfen." Stille. Pause. "Warum hat er uns seine Lieder da gelassen?", war dann die nächste Frage. Sollte ich meinen Sohn nun über das Geschäftsmodell des Musikbusiness aufklären? Ich entschied mich dagegen. "Weil Freddie Mercury ein lieber, grosszügiger Mensch war." Stille. Pause. "Welche Sänger sind noch gestorben?". Was als harmlose Musiksession begann, driftete ins Morbide ab. Wir sahen Videos von John Lennon (Ich: "Erschossen von einem bösen Mann". Sohn: "In Zürich?" und sichtlich froh, als ich das verneinte), Janis Joplin (für die Frauenquote, ich versuche ein erstes Drogenaufklärungsgespräch, Sohn relativ unberührt: "die schreit aber laut", nicht ganz sein Stil), Johnny Cash (im Video zu "Hurt" und sich offensichtlich bereits in hohem Alter befindend, entsprechend gab es vom Sohn keine Frage zur Todesursache) und zu guter Letzt Elvis. Ich konnte mich nicht mehr so recht an die Todesursache bei Elvis erinnern. Als sich der Sohnemann danach erkundigte, erinnerte ich mich aber an eine biographische Dokumentation und die als Leibspeise erwähnten frittierten Nutella-Bananen-Sandwiches. "Das Herz ging kaputt", war meine medizinisch eher fragwürdige Antwort. Stille. Pause. Keine weiteren Fragen. Wir schauten noch ein paar weitere Videos und landeten dann - es musste ja so kommen - wieder bei Psy und seinem Gangnam Gehopse. Danach setzen wir uns zum Zeichnen an den Tisch und aus dem Blauen heraus sagt er: "Ich habe eine Idee. Wenn das Herz von Grossmami oder Grosspapi einmal kaputt ist, dann nehmen wir es einfach raus und machen ein neues rein." Ein stolzer Blick in meine Richtung. "Das ist eine gute Idee, oder?". "Ja", sage ich. "Eine sehr gute Idee." Er ist zwar nur 5 Jahre alt, hört aber wohl meine Skepsis mitschwingen. "Geht das überhaupt?", fragt er zögerlich. "Ja, das geht", sage ich bestimmt, "es braucht einfach einen gutes Ärzteteam, dann geht das". Er strahlt, "ich hatte eine gute Idee, gell!".  Über die Tücken der Transplantationsmedizin werde ich mich ein anderes mal mit ihm unterhalten. Aber dafür hatteich eine Idee für ein letztes Video. Züri West. Ich schänke Dir mis Härz.

Und so halte ich persönlich es auch mit der Organspende. Ich trage eine entsprechende Organspendekarte bei mir. Der heutige Aktionstag soll den Leuten einerseits in Erinnerung rufen, dass es nach wie vor zu wenig Spenderorgane gibt und sie andererseits ermutigen, eine bewusste Entscheidung für oder gegen Organspende zu treffen, so dass nicht andere diese Entscheidung für sie treffen müssen. Ich hoffe, dieser Blogbeitrag führt den einen oder die andere zu dieser persönlichen Frage. Informationen zur Transplantation und Spende von Organen finden sich unter www.transplantinfo.ch.

Es gibt kein richtig oder falsch bezüglich dieser Entscheidung. Ich persönlich bin mit meinem Sohn einig. Ich halte es für eine gute Idee. Und - als Brückenschlag zum Foodblog - meine persönliche Entscheidung lässt sich mit dem Titel eines meiner Lieblingskochbücher umschreiben: "Nose to Tail" von Fergus Henderson.

Ich wollte eigentlich noch ein Rezept mit einem Rinderherz erfinden, leider sind auch Rinderherzen heutzutage nicht einfach zu finden. Also wurden es dann Guetzli in Herzform. Saisongerecht Butterguetzli mit Marronipuree (zum Rezept).

Und zum Schluss habe ich Euch noch eine Verlosung versprochen.  Wegen meines Versprechens, für den Aktionstag zu bloggen habe ich ein cooles nur in sehr limitierter Auflage (250 Stück) erhältliches Damen T-Shirt (Grösse L) bekommen. Schreibt mir in einem Kommentar, einem Tweet (@mnamnamblog), einem Facebook-Post, einen Instagram-Post (@mnamnam) oder E-Mail (siehe Kontaktformular), welches euer Lieblingslied ist, das das Herz (oder ein anderes Organ) zum Thema hat. Frist: Montag, 21. September 2015, 23:59. Ich entscheide dann nach freiem Herzen, wem ich es schenke.  

Spenderausweis

Spenderausweis

Das T-Shirt gibt es zu gewinnen!  

Das T-Shirt gibt es zu gewinnen!  

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